Quelle: NWZ vom 01.04.2015

Ideen für Straßensanierung

Bürgerinitiative sammelt Forderungen von Anliegern. von Heinz Arndt

OSTERNBURG - Gleich eingangs des dritten Treffens der Bürgerinitiative Sanierung Schulstraße/Sandweg informierte Ratsherr Hans-Henning Adler (Linke) die rund 30 Anlieger im Gemeindezentrum "Arche" darüber, dass der Ausbau des Straßenzuges Sandweg nicht mehr zu verhindern ist. Denn er sei schon vor geraumer Zeit im Zusammenhang mit dem Stadtentwicklungsplan vom Rat der Stadt beschlossen worden.
Verkehrsausschuss tagt
Genau wie die ebenfalls anwesenden Ratsmitglieder Rita Schillling (Grüne) und Christoph Baak (CDU) riet Adler der Bürgerinitiative, sich fortan auf die Forderung zur Sanierung des Straßenzuges zu konzentrieren und die hiermit verbundenen Wünsche den Ratsfraktionen zuzuleiten und sie zur nächsten Verkehrsausschusssitzung am Montag, 20. April, 17 Uhr (Technisches Rathaus, Industriestraße 1, Eingang C, Zimmer 245/246) in der Einwohnerfragestunde einzubringen.
Nach wie vor geht es der Bürgerinitiative um eine Entschleunigung des Verkehrs auf dem Straßenzug. Die Anlieger befürchten, dass der Ausbau nach den derzeitigen Planungen der Stadt dazu führt, dass hier eine Rennstrecke entsteht, die sich zu einem Autobahnzubringer entwickelt. Aus diesem Grunde wünschen sich die Vertreter der Bürgerinitiative eine Verdeutlichung der 30er-Zone durch Markierungen auf der Straße; durchgehende Rechts-vor-links-Regelung; keine Anlage von Radwegen; Verkehrsinseln; Verschwenkungen und Erhalt alter Eichen trotz Gehweg und Fahrbahn (die möglichst schmal sein soll).
Beim Treffen wurden die Anlieger aufgerufen, zusätzliche Wünsche umgehend bei der Bürgerinitiative einzureichen, damit die sie weiterleitet. Abermals wurde von der Anliegerschaft kritisiert, dass mit dem Ausbau des Straßenzugs nicht im hinteren Teil des Sandwegs begonnen wird, zumal es hier erhebliche Sicherheitsmängel gibt.
Nachdem Helga Leuckert aus persönlichen Gründen aus dem Kreis der Initiatorinnen der Bürgerinitiative ausgeschieden ist, kündigten auch die beiden verbliebenen Initiatorinnen, Patricia Bredenkamp und Uda Biehler, bei dem Treffen ihren Rückzug an. Nachdem sich jedoch weitere Anlieger bereit erklärten, sie bei der Vorbereitung der Eingaben bei den Fraktionen und für die Verkehrsausschusssitzung zu unterstützen, erklärten sie sich bereit, an dieser Aktion mitzuwirken.
Neuer Schwerpunkt
Zu ihren Beweggründen für den Rückzug äußerten sie übereinstimmend: "Aus zeitlichen und privaten Gründen werden wir nicht mehr als Initiatorinnen zur Verfügung stehen. Sicherlich werden wir uns privat weiter engagieren. Da nun der Stadtentwicklungsplan Step 2025 aktuell wird und ein neuer Bebauungsplan für den Sandweg hinterer Teil vorliegt, hat sich somit für uns der Schwerpunkt verlegt, und wir werden in diesem Bereich unsere Kraft verwenden müssen."