Quelle: NWZ vom 01.12.2011

Sandweg - Ausbau erst ab 2014 geplant

Oberbürgermeister nimmt Stellung zu Forderungen des Bürgervereins Osternburg-Dammtor

Abschnittweise soll der marode Sandweg ausgebaut werden. Der Oberbürgermeister verspricht, die Anlieger in Planungen miteinzubeziehen. von Heinz Arndt

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Bild: Archiv/Torsten von Reeken

Schon seit Jahren in schlechtem Zustand: Der Sandweg hat eine nur provisorisch befestigte Fahrbahndecke. Gehwege gibt es nur in Teilbereichen. Auch die Oberflächenentwässerung ist unzureichend.

OSTERNBURG - "Vor 2011 wird es nichts mit dem Ausbau des Sandweges": Das hatte vor drei Jahren Helmut Schultheiß, damals Vorsitzender des Bürger- und Gartenbauvereins Osternburg-Dammtor am Runden Tisch Osternburg mitgeteilt. Da aber bisher immer noch nichts am Sandweg passiert ist, machte seine Nachfolgerin Heidi Tauchert die Sache in Briefen an den Oberbürgermeister und die Ratsfraktionen noch einmal dringend (die NWZ? berichtete). Und nun hat sie Antwort von Gerd Schwandner bekommen. Nach dem gegenwärtigen Stand sei es beabsichtigt, die Straße ab 2014 abschnittsweise auszubauen, formuliert der OB vorsichtig. Die Mittel dafür würden zum Investitionsprogramm 2011 bis 2015 angemeldet. Der Sandweg sei gegenwärtig mit einer leichten bituminösen Fahrbahndecke provisorisch befestigt, die den Verkehrsbelastungen nicht standhalte. Gehwege gebe es nur in Teilbereichen, beschreibt Schwandner die Situation. Auch wegen des nicht frostsicheren Unterbaus befinde sich die Straße in einem zunehmend schlechten Zustand. Darüber hinaus sei die Oberflächenentwässerung unzureichend. Die Anlieger würden so früh wie möglich in Bürgerversammlungen über den Ausbau und die Anwohnerbeiträge informiert, kündigt Schwandner an. Dabei sollen die Betroffenen in die Planungen einbezogen werden. Gerd Schwandner befasste sich in seinem Antwortschreiben auch mit der von Heidi Tauchert geforderten einheitlichen Vorfahrtsregelung an allen Straßenmündungen im Sandweg. Dieser Wunsch wird sich nicht erfüllen lassen. "Nicht vertretbar", sagt der OB und erklärt die Lage: Da der Sandweg sich in einer Tempo-30-Zone befindet, gelte hier laut Straßenverkehrsordnung grundsätzlich die Vorfahrtregelung "rechts vor links". Doch es gebe Ausnahmen, weist Schwandner hin. Zum einen auf dem Teilabschnitt, auf dem die VWG-Busse der Linie 307 fahren: Zwischen Schulstraße und der Endhaltestelle Drielake habe der Verkehr auf dem Sandweg Vorfahrt. Diese Regelung diene der Gewährleistung des Linienverkehrs. Zweite Ausnahme: In dem Teilabschnitt zwischen Endhaltestelle und dem Müllersweg gelte aufgrund des provisorischen Ausbauzustandes des Moorweges (Baustraße) schon jetzt eine Vorfahrtregelung zugunsten des Sandweges. Die werde auch in Zukunft bleiben. Denn der Moorweg sei dann ein verkehrsberuhigter Bereich (im Volksmund oft als "Spielstraße" bezeichnet), und somit dem bevorrechtigen Sandweg untergeordnet.