Quelle: NWZ vom 04.06.2015

Sand im Getriebe am Sandweg

Anliegerinitiative wehrt sich gegen geplanten Ausbau - Gesamtkonzept gefordert von Heinz Arndt

Der Ausbau ist im nächsten Verkehrsausschuss Thema. Die Anlieger haben einen Fragenkatalog.

OSTERNBURG - Am Ende sprachen die Vertreter der Bürgerinitiative "Sanierung Schulstraße/Sandweg" von einer konstruktiven vierten Versammlung im Gemeindehaus "Arche". Die rund 30 Sitzungs-Teilnehmer sprachen sich am Dienstagabend nochmals eindeutig gegen einen Ausbau des Straßenzuges Schulstraße/Sandweg und für eine Sanierung aus.

In Anwesenheit der Rats - Mitglieder Gesine Multhaupt (SPD) sowie Sebastian Beer und Sascha Brüggemann (beide Die Grünen) diskutierte die Bürgerinitiative über ihre weitere Vorgehensweise im Kampf gegen die Ausbau-Planungen von Seiten der Stadtverwaltung. Ein Ausbau des Straßenzuges wird strikt abgelehnt weil befürchtet wird, dass der Straßenzug zu einer Rennstrecke sowie einer Entlastungsstraße für die Bremer Heerstraße und zu einem Autobahnzubringer wird.

Hinsichtlich einer Sanierung der Schulstraße und des Sandwegs fordert die Bürgerinitiative die Erstellung eines Gesamtkonzepts für den Straßenzug. Auch sprach man sich dafür aus, dass mit der Baumaßnahme im hinteren Teil des Sandwegs vom Buswendeplatz Richtung stadtauswärts begonnen werden soll. Dort gebe es seit geraumer Zeit erhebliche Verkehrssicherheitsmängel. In diesem Zusammenhang will die Bürgerinitiative die Stadtverwaltung auffordern, Alternativlösungen wie Sackgassenregelung sowie Busverkehr mit Schleuse, Parallelstraßen zum nördlichen Neubaugebiet am Sandweg eingehend zu prüfen - ebenso wie Shared Space (gemeinsam genutzter Verkehrsraum). Ebenfalls sollte kontrolliert werden, ob trotz des Busverkehrs eine durchgehende Rechts-vor-links-Regelung eingeführt werden kann. In diesem Zusammenhang wird weiterhin eine Durchfahrtsgenehmigung für 40-Tonner abgelehnt. Auch spricht sich die Initiative für den Erhalt des Baumbestands und gegen einen beidseitigen Fußweg aus.

Auf der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses am Montag, 15. Juni, will die Bürgerinitiative einen Fragenkatalog vorlegen. Darüber hinaus soll im Rahmen des Osternburger Stadtteilfestes am Mittwoch, 8. Juli, auf dem Gelände der Freizeitstätte, Kampstraße 22, über die Forderungen informiert werden. Das nächste Treffen der Initiative ist am Donnerstag, 3. September, im Gemeindehaus "Arche", Steenkenweg 5.