Quelle: NWZ vom 05.02.2005

Minister soll Verkehrslärm selbst erleben

Osternburger sprechen über Dauer-Probleme im Stadtteil

. . . von Heinz Arndt

Rund 90 Mitglieder kamen zur Jahreshauptversammlung. Gastredner war der Stadtbaurat.

OSTERNBURG - Das rege Interessen an der Jahreshauptversammlung des Bürger- und Gartenbauvereins Osternburg-Dammtor freute den Vorsitzenden Helmut Schultheiß. Rund 90 Teilnehmer begrüßte er in der "Harmonie". Er musste ihnen aber gleich zu Anfang verkünden, dass erstmals seit elf Jahren einen leichten Rückgang an Mitgliedern (zurzeit 733) zu verzeichnen sei. Schultheiß kündigte eine umfangreiche Mitgliederwerbung an.

Darüber hinaus informierte er über Probleme in den Kreuzungsbereichen Bahnhofsallee/Am Bahndamm und Bremer Heerstraße. "Besonders ist zu beobachten, dass Fahrzeuge aus der Bahnhofsallee bei geschlossener Schranke nicht auf das Gelände bei Holz-Vogt und Lidl fahren können. Eine Umstellung der Fahrspuren scheint uns unerlässlich zu sein. Auch ist eine vernünftige Koordination von Schrankenschließung und Ampelschaltung erforderlich."

Ein weiteres Thema war erneut der Verkehrslärm in unmittelbarer Nachbarschaft zur Autobahn. Schultheiß zeigte kein Verständnis dafür, dass Verkehrsminister Walter Hirche nicht beabsichtigt, an den Zuständen etwas zu ändern. Betroffen seien besonders die Anwohner der Landwehrstraße und des Seggenweges. Schultheiß regte an, den Minister einzuladen, 14 Tage Quartier in einer der Wohnungen zu beziehen.

Weiter beschäftigt das Haus Damm 38 den Verein. Es gebe einen "Hoffnungstreifen", so Schultheiß, der in dieser Sache an Wissenschaftsminister Lutz Stratmann geschrieben hatte. Der Minister wolle nach einer Möglichkeit suchen, zumindest einen akzeptablen Außenanstrich zu realisieren.

Stadtbaurat Dr. Frank-Egon Pantel befasste sich in seinem Referat mit Zukunftsplanungen für Osternburg. So berichtete er von einer möglichen Entlastungsstraße für den Sandweg, sofern im Teil hinter der Bus-Endstation stadtauswärts eine weitere Neubausiedlung entstehen solle. An einen Ausbau des Sandwegs sei aus Kostengründen nicht gedacht. Zudem kündigte er an, darauf zu achten, dass nach einer Umwandlung der Mülldeponie in den umliegenden Straßen keine Probleme durch einen zu erwartenden Anstieg parkender Autos entstehen.

"Die Umstellung der Fahrspuren ist wohl unerlässlich"

H. Schultheiß