Quelle: NWZ vom 06.03.2015

Anlieger sprechen sich gegen Ausbau aus

Bürgerinitiative Schulstraße/Sandweg sammelt Unterschriften
. . . von Heinz Arndt


OSTERNBURG - Gegen den Ausbau des Straßenzuges Schulstraße/Sandweg hat sich die dortige Bürgerinitiative ausgesprochen. Bei einer Versammlung in dieser Woche erklärten die rund 40 anwesenden Anlieger, dass sie nur einer Sanierung des Straßenzuges zustimmen würden. Gleichzeitig kündigten sie an, die gestartete Unterschriftensammlung gegen den Ausbau fortzusetzen. Die Unterschriften sollen am Montag, 16. März, in der Sitzung des Verkehrsausschusses (17 Uhr, Technisches Rathaus, Industriestraße) übergeben werden.

Eingangs des Treffens gab es von den Anliegern viel Lob für Uda Biehler, Patricia Bredenkamp und Helga Leuckert. Sie sind die Initiatorinnen der Bürgerinitiative. Die Frauen wiederum warben für die Bürgerinitiative um weitere Mitstreiter.

Die Teilnehmer des Treffens befürchten, dass der Straßenzug Schulstraße/Sandweg nach einem Ausbau zu einer "Entlastungsstraße für die Bremer Heerstraße" und einem Autobahn-Zubringer werden könnte. Schon jetzt würde die Geschwindigkeitsbegrenzung in vielen Fällen nicht beachtet.

Aus diesem Grunde fordert die Bürgerinitiative eine verkehrsberuhigte Straße. Als Vorbild für eine Sanierung stellen sie sich die Straße Sodenstich vor. "Wir können uns eine durchgehende Rechts-vor-Links-Regelung, Tempo-30-Markierungen auf der Fahrbahn und Verkehrsinseln vorstellen", erläuterte Uda Biehler. Ein beidseitiger Gehweg ist nach Meinung verschiedener Anlieger nicht notwendig.

Von verschiedenen Anliegern wurde angeregt, mit den Sanierungsarbeiten im hinteren Teil des Sandwegs zu beginnen, zumal es hier durch den schlechten Straßenzustand erhebliche Sicherheitsmängel gäbe. "Ein einseitiger Gehweg und ein neuer Straßenbelag würde hier wirkungsvolle Abhilfe schaffen", sagte eine betroffene Anliegerin.

Unklar für die Initiative ist noch die Regelung der Anlieger-Beiträge. Auf Anregung aus der Versammlung soll ein sachkundiger Verwaltungsexperte befragt werden. Daneben wird sich die Bürgerinitiative um die Beratung eines Rechtsanwalts bemühen.

Ferner wurde angeregt, die im Rat vertretenen Parteien anzusprechen und die Einwohner-Fragestunde im Verkehrsausschuss zu nutzen, das Anliegen der Bürgerinitiative Sanierung Schulstraße/Sandweg vorzutragen.