Quelle: NWZ vom 09.01.2013

"Brachialbebauung" regt Bürger auf

Verwaltung soll Auskunft geben über Planungsstand am Sandweg/Ostweg

. . . von Anna Maria Weiss

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Bild: Torsten von Reeken
Dichte Bebauung am Sandweg: Im Bereich Sandweg/Ostweg fordern SPD und Bürgerverein Osternburg-Dammtor eine umsichtigere Bebauung, die mehr Lebensqualität gewährleistet.

Eine extrem verdichtete Bebauung am Sandweg soll vermieden werden. Auch das Verkehrsaufkommen in der Hundsmühler Straße treibt die SPD um.

OSTERNBURG - Das Baugebiet im Bereich des Sandwegs/Ostwegs in Osternburg erregt Unmut. In der Bevölkerung kursiert das Gerücht, dass ein in dem Bereich ansässiger landwirtschaftlicher Betrieb mit allen Hofflächen und angrenzenden Ländereien an einen Südoldenburger Bauunternehmer verkauft wurde. Es soll sich dabei um den Bauunternehmer handeln, der bereits die Flächen am Sandweg/Ecke Reiherweg bebaut.

Der Bürger- und Gartenbauverein Osternburg-Dammtor befürchtet nun, dass hier eine "ähnliche Brachialbebauung ohne jegliche Flächen für urbanes Leben im Quartier" entstehe, wie der Vorstand in einem Brief an Stadtbaurätin Gabriele Nießen. Die Aufregung in der Bevölkerung von Osternburg-Drielake sei entsprechend groß.

Der Vereinsvorstand hatte vor einigen Monaten bereits Gespräche mit Nießen geführt, um sicherzustellen, dass die Bebauung im Rahmen des rechtsgültigen Bebauungsplans erfolge, gleichzeitig aber eine extrem verdichtete Bebauung vermieden werde.

Nun hat auch die SPD das Thema aufgegriffen. Die Fraktion hat beantragt, das Thema in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauen am 7. Februar zum Thema zu machen. Die Stadtbaurätin wird um einen Sachstandsbericht zum derzeitigen Planungsstand in dem Baugebiet gebeten.

In dem Antrag fordert Ausschussmitglied Ulf Prange die Verwaltung auf, im Genehmigungsverfahren alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um sicherzustellen, dass "die negative städtebauliche Entwicklung am Reiherweg sich am Ostweg nicht wiederholt".

Das Thema Verkehrsbelastung an der Hundsmühler Straße möchte die SPD-Fraktion im Verkehrsausschuss, der am Montag, 21. Januar zusammenkommt, behandelt wissen.

In ihrem Antrag bitten Fraktionsvorsitzender Bernd Bischoff und Fraktionsmitglied Alexander Wandscher um eine aktuelle Aufstellung über Verkehrszählungen der vergangenen Jahre an der Straße sowie über künftig geplante Maßnahmen. Kürzlich hatte die SPD selbst eine Verkehrszählung gemacht (NWZ berichtete), um sich einen Eindruck von der Verkehrs- und Lärmbelästigung an der Hundsmühler Straße zu machen, die seit der Einführung der Autobahnmaut stark gestiegen sei.