Quelle: NWZ vom 10.03.2015

Stadt will prägende Bäume schützen

Beratung im Umweltausschuss am Donnerstag - Wintergrüne Eiche wird Naturdenkmal

Die Baumbestände sollen als geschützte Landschaftsbestandteile ausgewiesen werden. Teilweise sind die Eichen bis zu 200 Jahre alt. von Rainer Dehmer

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Bild: Stadt

OSTERNBURG/DONNERSCHWEE/BÜRGERFELDE - In mehreren Stadtteilen will die Verwaltung ortsbildprägende Bäume als geschützte Landschaftsbestandteile ausweisen. Beraten darüber wird der Umweltausschuss in seiner Sitzung an diesem Donnerstag, 17 Uhr, im Technischen Rathaus, Industriestraße 1 (Eingang C).

Im Sandweg geht es um einen Bestand von insgesamt elf Eichen (gegenüber Hausnummern 136 und 158). Die Bäume sind zwischen 120 und 200 Jahre alt und 17 bis 22 Meter hoch. "Eine Inaugenscheinnahme der Bäume hat ergeben, dass diese vital und wüchsig sind", heißt es in der Vorlage der Verwaltung zur Ausschusssitzung. Aufgrund ihres Alters seien die Bäume ein wertvoller Lebensraum für viele Tiere.

Ähnlich argumentiert die Stadt beim Baumbestand zwischen der Bürgerstraße 18c und der Donnerschweer Straße. Der Bestand aus fünf Eichen und einer Kastanie (80 bis 130 Jahre alt) unterliegt bislang keinem Schutzstatus und ist im dort gültigen Bebauungsplan nicht als zu erhalten festgesetzt.

Im Gagelweg möchte die Verwaltung sechs Stieleichen und eine Winterlinde unter Schutz stellen. Ursprünglich war beabsichtigt, bei noch mehr Bäumen am Gagelweg den langfristigen Erhalt sicherzustellen. Untersuchungen ergaben laut Verwaltung jedoch, dass bei einigen Bäumen teilweise Schädigungen im Stamm- bzw. Wurzelbereich vorliegen.

Am Scheideweg/Ecke Bürgerbuschweg soll eine etwa 100 Jahre alte Eiche zum geschützten Landschaftsteil werden. Laut Verwaltung hat der Eigentümer keinen Widerspruch gegen die geplante Sicherstellung eingelegt. Durch den Erhalt des Baumes werde auch das dort geplante Bauvorhaben nicht gefährdet. Die Eiche bilde mit den gegenüberliegenden Bäumen am Bürgerbusch eine optische Einheit und präge das Bild des Bürgerbuschwegs im Einmündungsbereich in besonderem Maße, heißt in der Beschlussvorlage.

Eine Besonderheit auf dem Gebiet der Stadt Oldenburg stellt nach Meinung der Unteren Naturschutzbehörde die wintergrüne Eiche (Kreuzung aus Stil- und Steineiche) an der Graf-Dietrich-Straße/Ecke Beverbäkstraße dar: aufgrund des guten Zustands und ihrer stattlichen Größe. Der etwa 100 Jahre alte und 18 Meter hohe Baum soll als geschütztes Naturdenkmal ausgewiesen und damit langfristig erhalten werden.