Quelle: NWZ vom 13.05.2015

Bürger zum Gespräch im Amt

Initiative Schulstraße/Sandweg gegen Ausbau von Heinz Arndt

OSTERNBURG - Nachdem der Verkehrsausschuss in seiner jüngsten Sitzung die Ausbau-Planungen der Stadt des Sandwegs und der Schulstraße gestoppt hatte (die NWZ berichtete), besuchte eine fünfköpfige Delegation der Bürgerinitiative das Tiefbauamt der Stadt Oldenburg, um hier mit dem Leiter Johann de Buhr und der Mitarbeiterin Annette Meyers offene Fragen zu erörtern.

Die Vertreter der Bürgerinitiative berichteten, dass für den Amtsleiter die Ausbauplanungen bis zum Buswendeplatz zwar politisch gestoppt, jedoch keinesfalls vom Tisch seien. Die Investitionssumme hierfür sei angemeldet, das Projekt werde nur verschoben. Derweil argumentiert die Bürgerinitiative, dass sie, solange nicht die Planung für den Gesamtausbau des Straßenzugs steht, dagegen ist. "Nach wie vor befürchten wir, dass der Straßenzug Schulstraße/Sandweg zum Autobahnzubringer wird", heißt es.

Eine Rechts-vor-links-Regelung sei für den Straßenzug nicht umsetzbar, teilte die Verwaltung in den Gespräch mit. Geprüft werden soll, ob die Tempo-30-Zone durch Fahrbahnpflasterungen wie am Sodenstich möglich sei. Im Ausschuss hatte die Verwaltung allerdings davon abgeraten.

Die Frage, ob nicht eine Sanierung des Straßenzugs ausreichend sei, wurde mit dem Hinweis verneint, dass der Untergrund nicht tragfähig sei und eine Asphaltdecke von vier Zentimeter Stärke nicht ausreichen würde. Darüber hinaus seien aus Gründen der Verkehrssicherheit zwei Gehwege notwendig und nicht, wie von der Bürgerinitiative gefordert, nur einer.

Auch wurde nach Planungen für den Abschnitt des Sandwegs vom Buswendeplatz bis zum Ostweg bzw. Müllersweg gefragt. Konkret geplant sei nichts, es gäbe lediglich ein paar Probebohrungen in diesem Abschnitt

Das nächste Treffen der Bürgerinitiative Sanierung Schulstraße/Sandweg findet am Dienstag, 2. Juni, ab 19 Uhr im Gemeindehaus "Arche", Steenkenweg 5, statt. Hier soll u.a. über Ideen wie Shared Space (gemeinsam genutzter Verkehrsraum) und Sackgassenregelungen gesprochen sowie weitere Ideen der Anwohner gesammelt werden. Es folgt am Montag, 15. Juni, die nächste Verkehrsausschusssitzung.

Das anschließende Treffen der Bürgerinitiative mit den Vertretern des Tiefbauamts ist für Freitag, 26. Juni, geplant.