Quelle: NWZ vom 26.06.2015

Bürgerlehnen Ausbau strikt ab

Forderungen zum Sandweg schriftlich festgelegt von Heinz Arndt

OSTERNBURG - Die Bürgerinitiative Sanierung Schulstraße/Sandweg hat in diesen Tagen ein ausführliches Positionspapier erstellt, in dem sie weiterhin einen kostenträchtigen Ausbau des Straßenzuges als Autobahnzubringer zur Entlastung der Bremer Heerstraße strikt ablehnt. Akzeptiert wird jedoch eine Sanierung, bei der Verkehrsberuhigung und Sicherheit Vorrang haben. Auch müsse der Charakter der Straße als historisch begrünte Stadtteilstraße erhalten bleiben, betont die Initiative. Zudem müsse auf möglichst wenig gesundheitsgefährdenden Verkehrslärm geachtet werden.

Darüber hinaus wird in dem Positionspapier großen Wert wird gelegt auf den Erhalt von Tempo 30 durch entsprechende Maßnahmen, wie die Verdeutlichung durch die Pflasterung. Weitere Forderungen: verschwenkte Straßenführung am Sandweg; Erschwerung des Durchgangsverkehrs (Sandweg darf nicht als Schleichweg zur Umgehung der Bremer Heerstraße werden); Einbindung in ein Verkehrskonzept für den Sandweg vom Müllersweg bis zur Schulstraße, das auch die Nachbarstraßen und die neu geplanten Neubaugebiete erfasst; nur ein einseitiger Bürgersteig und dazu Überquerungshilfen; keine Zuschüttung von Gräben sowie Beibehaltung und Ausweitung der Vorfahrtsregelung rechts vor links.

Es wird in dem Papier auch auf ein Problem der älteren Anlieger hingewiesen. Diese Anwohner seien damals von der Stadt zum Kauf großer Grundstücke wegen notwendiger Güllegruben (weil die Kanalisation noch fehlte) als Voraussetzung für den Hausbau gezwungen worden. Und jetzt, da diese Menschen vielfach von geringen Renten lebten, müssten sie sich wieder an den Kosten für den Straßenausbau beteiligen. Das sei für einige nicht zu leisten, und sie würden damit faktisch zum Verkauf gezwungen.

Abschließend schreibt die Initiative: "Wir wünschen uns bei der Planung des zukünftigen Sandweges eine transparente, gleichberechtigte, konstruktive und sachliche Zusammenarbeit der Stadtverwaltung, der Ratsfraktionen und der Bürger und sind als Bürgerinitiative dazu weiterhin bereit."