Quelle: NWZ vom 26.09.2014

Sandweg wird zur feinen Asphaltstraße

Stadt will 2016 mit dem Ausbau beginnen - Gesamtkosten von 3,9 Millionen Euro

Die Verwaltung stellte in einer Bürgerinformation das Projekt vor. Die Hälfte der Kosten müssen die Anlieger tragen. von Heinz Arndt

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Bild: Raphael Krämer

OSTERNBURG - Die Stadt will 2016 mit dem Ausbau des Straßenzuges Schulstraße/Sandweg beginnen, teilte Tiefbauamtsleiter Johann de Buhr am Mittwochabend bei der Anliegerversammlung in der Aula der Graf-Anton-Günther-Schule mit. Für den ersten Bauabschnitt ist der Bereich zwischen Warnsweg und Drielaker Heide (Buswendeplatz) vorgesehen. Ein Jahr später soll der Abschnitt bis zur Voßstraße folgen. 2018 nimmt sich die Stadt den Abschnitt bis zur Stedinger Straße vor. Der weitere Ausbau bis zum Müllersweg ist noch nicht geplant. In der Schulstraße und im Sandweg liegt die Verkehrsbelastung bei 2200 bzw. 2300 Autos und etwa 200 Lastwagen am Tag. Der Sandweg befindet sich laut Verwaltung komplett in einem schlechten baulichen Zustand, da die Fahrbahn weitestgehend nur provisorisch befestigt ist. Für die Sanierung gab die Stadt in den vergangenen Jahren rund 10?000 Euro aus. Die für die Bauplanung zuständige Ingenieurin Annette Meyers verdeutlichte anhand von Aufnahmen die Probleme in dem Straßenzug: Versackungen und teilweise unbefestigte Randbereiche. Mit dem Ausbau soll der Sandweg eine sechs Meter breite Fahrbahn und auf beiden Seiten bis zu 2,50 Meter breite Gehwege erhalten. Radwege sind nicht geplant. In Teilbereichen sind Längsparkplätze geplant. Die noch vorhandenen Gräben sollen zugeschüttet werden. Darüber hinaus wird die Straßenbeleuchtung komplett erneuert. Ferner ist eine Umgestaltung der Buswendeanlage geplant. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) wird die Bauphase nutzen, um zusätzlich zum Mischwasserkanal einen Regenwasserkanal zu verlegen. Die Gesamtkosten des Ausbaus belaufen sich auf 3,9 Millionen Euro. Die Hälfte der Kosten sei von den Anliegern aufzubringen. Dabei geht die Verwaltung derzeit von rund elf Euro pro Quadratmeter Nutzfläche für die Grundstückseigentümer aus. Anlieger kritisierten in der Sitzung, dass nicht vom Müllersweg stadteinwärts mit der Straßenbaumaßnahme begonnen werde. Denn der Bereich vom Müllersweg bis zur Buswendeanlage sei im schlimmsten Zustand. Andere meinten, die Stadt würde zu wenig gegen den Schwerlastverkehr im Sandweg unternehmen. Befürchtet wurde von Anliegern, dass der Sandweg nach dem Ausbau trotz Tempo-30-Zone zur "Rennstrecke" werden könnte. Amtsleiter de Buhr verwies auf die geplanten Verschwenkungen im Verlauf des Sandwegs. Überdies soll die Straße durch die Anpflanzung von Bäumen optisch verengt werden. Letztlich, so de Buhr, könne durch bauliche Maßnahmen nicht garantiert werden, dass sich die Autofahrer auch an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten.