Quelle: NWZ vom 26.10.2015

Straßenausbau trägt zur Altersarmut bei

Nach dem Willen der Stadt und gegen den der Anwohner soll der Sandweg ausgebaut werden.

Bild: Marc Geschonke

Betrifft: Zur Diskussion über Altersarmut und die Belastungen durch Straßenausbau

In Oldenburg wird die Altersarmut nicht nur durch die Rentenkürzung gefördert, denn die Stadt arbeitet kräftig daran mit, indem sie durch die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen ihre Bürger, in vielen Fällen Rentner, ordentlich schröpft:

Aktuell zum Beispiel am Sandweg, wo durch den geplanten Ausbau locker fünfstellige Beträge auf die Hauseigentümer zukommen, die dem wohlmeinenden Rat "unserer" Volksvertreter gefolgt sind. Sie haben nämlich selbstverantwortlich für ihr Alter vorgesorgt, indem sie sich Hauseigentum schafften und/oder ein kleines Guthaben ansparten.

Nun soll in naher Zukunft der Sandweg nach dem Willen der Stadtverwaltung in einer Art und Weise ausgebaut werden, die den Anwohnern Angst und Schrecken einjagt. Nicht nur weil sie hierdurch kalt enteignet werden, sondern auch was den zu erwartenden Verkehr anbelangt.

Man kann nur hoffen, dass die Stadtverwaltung zur Besinnung kommt und die Sanierung des Sandwegs so plant, dass niemand in den Ruin oder in die Arme der Sozialbehörden getrieben wird.

Überhaupt sollte der Stadtrat auch mal darüber nachdenken, ob nicht, wie in vielen anderen Gemeinden bereits geschehen, die Straßenausbaubeiträge abgeschafft werden sollten.

Adolf Höpken
Oldenburg