Quelle: NWZ vom 31.03.2015

Stadt will Kosten abwälzen

Betrifft: "Anwohner fürchten Ausbau" (NWZ vom 28. Januar)
. . . von Günter Holst



Auch wir befürchten eine deutliche Verschlechterung für die Anwohner des Sandwegs. Wir kennen nicht einen Nachbarn, der sich den "Neubau" der Straße Sandweg wie geplant wünscht!

Die Stadt bzw. die Verkehrsplaner planen trotzdem und wollen uns mit dem Luxusausbau "beglücken", ohne nach unserer Zustimmung zu fragen! Die Anwohner sollen den ungewünschten Ausbau zum großen Teil bezahlen, es werden große Summen verlangt (10000 oder 15000 Euro).

Dafür wird nicht etwa der hintere Teil des Sandwegs ausgebaut, der wirklich als verkehrsgefährdend bezeichnet werden kann. Nein, drei Jahre lang soll nur der vordere Teil ausgebaut werden, die Buslinie 307 würde dann dort eingestellt! Alte Leute, Schulkinder könnten drei Jahre nicht mehr Bus fahren, alle Anwohner hätten drei Jahre Lärm und Straßensperrungen zu ertragen, damit es danach etwas schöner aussieht.

Problem der Anwohner im vorderen Teil heute ist eher das zu schnelle Fahren, die Straße ist eher zu gut und breit, um sich an Tempo 30 zu halten! (...)

Der Verdacht vieler Anwohner besteht, dass die Stadt für den Luxusausbau eintritt, um Kosten auf Anwohner abwälzen zu können, was bei einer Instandhaltung mit neuer Straßendecke nicht möglich wäre (siehe Dragonerstraße).

Nach vielen Jahren Baustelle und horrenden Summen befürchten viele als Ergebnis (...) eine Rennstrecke (und Ausweichstrecke für die Bremer Heerstraße)!

Günter Holst
Oldenburg